Bafög beziehen und nebenbei arbeiten, geht das?

Bafög beziehen und nebenbei arbeiten, geht das?

Studentenstatus: „dauerpleite“! – Trotz Bafög gähnt der Geldbeutel und Du würdest dir gerne neben dem Studium etwas dazu verdienen?

 

Heute dreht sich bei uns alles um das liebe Geld. Welche Möglichkeiten Du hast, dir nebenbei etwas dazu zu verdienen und dir trotzdem keine Kürzung des Bafögs  bevorsteht?

Wer kennt es nicht: „Nein, heute lieber kein Kino für mich“! Der Rucksack fällt auseinander – aber hey, geht schon noch eine Weile – und die nächsten Semesterbeiträge sind auch schon wieder fällig. Trotz Bafög ist die Finanzierung im Studium ein Dauerbrenner, auch wenn sogar noch mit Kindergeld und/oder Unterstützung der Eltern zu rechnen ist. Einen Anspruch auf Kindergeld hast du übrigens nach einer Aufnahme eines Studiums bis zu deinem vollendeten 25. Lebensjahr.

Auch darüber hinaus lohnt es sich, die Regelungen des Bafögs mal genauer anzusehen. Es ist durchaus erlaubt, trotz staatlicher Unterstützung Geld dazu zu verdienen. Hier gilt es nur ein paar wichtige Regelungen zu beachten!

Freibeträge:

Unter dem Freibetrag versteht das Bafög-Amt das Vermögen welches dir anrechnungsfrei zusteht. Hierunter fällt nicht nur Erspartes sondern auch dein zusätzliches Einkommen, welches jedoch auf 5.400 Euro pro Kalenderjahr beschränkt ist. Diese jährliche Einkommensgrenze solltest Du in keinem Fall überschreiten, wenn du Kürzungen deines Bafögs vermeiden möchtest. Hierbei ist es irrelevant, ob du diesen Betrag als Werkstudent/in, Mini Jobber/in, als Praktikant/in oder über die Anstellung einer kurzfristigen Beschäftigung verdienst. Es spielt auch keine Rolle, wie regelmäßig du dein Gehalt beziehst. Du kannst zum Beispiel regelmäßig 450 Euro pro Monat verdienen oder eine Weile gar nicht arbeiten, dafür dann aber in einem anderen Zeitraum vermehrt, wie z. B. in den Semesterferien. Wichtig ist hier nur eine gute Kalkulation und Planung deiner Finanzen, dass du am Ende des Kalenderjahres den Freibetrag nicht überschreitest.

Arbeitsstunden:

Zusätzlich darfst Du als Student/in nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Mehrstunden dürfen wenn dann nur zu den Abend-/Nachtstunden, am Wochenende oder in den Semesterferien anfallen. Dabei ist noch zu beachten, dass du die 20 h pro Woche nur an maximal 26 Wochen im Jahr überschreiten darfst. Solltet ihr die wöchentliche Arbeitszeit an mehr als 26 Wochen im Jahr überschreiten, könnten nicht nur Bafög Kürzungen auf euch zukommen. Bei einem so hohen Arbeitsvolumen wird sich früher oder später die Sozialversicherungskassen bei Dir melden, da diese dann davon ausgehen, dass Du kein ordentlicher Student/in bist und dadurch könntest Du deinen Studentenstatus z.B.: in der Krankenversicherung verlieren.

Wenn Du aber die zwei Grundregeln berücksichtigst, dann kannst Du entspannt neben Deinem Studium arbeiten und Dir zusätzlich zu Deinem Bafög etwas dazu verdienen! 

Solltet ihr noch Fragen zu diesem Thema haben, dann steht Euch das Team von Victory People gern zur Verfügung!

(Angaben ohne Gewähr)